Unser Schulhund

Ein Hund in der Schule? Bereits früh in der Entwicklung zeigen Kinder eine große Neugier an Tieren. Das kann als Beleg dafür gelten, dass ein
beinahe instinktives Interesse an der lebenden Natur zum Wesen des Menschen gehört.
Es ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass es vielen Menschen leichter fällt Kontakt zu einem Tier aufzunehmen als zu einem Menschen ODER in Anwesenheit von Tieren (besonders von Hunden) die zwischenmenschliche Interaktion förderlicher gestaltet werden kann. Nachweislich wird sozialer Stress beim Menschen durch die Beschäftigung mit Tieren signifikant gedämpft. Kinder zum Beispiel, denen es in der eigenen Familie aufgrund verschiedener Erlebnisse schwerfällt, anderen Menschen zu vertrauen, profitieren in Stresssituationen eher von der Präsenz eines Hundes als von der Unterstützung eines freundlichen Menschen, was durch die Messung des Stresshormons Kortisol belegt werden kann. Das Feedback des Hundes ist objektiv, wertungs- und erwartungsfrei und somit Grundlage einer positiv vertrauensvollen Bindung. In der Ära von Computerspielen, sozialer Isolation, steigender Aggression, Mobbing, steigender Schulaversion und Perspektivlosigkeit ist ein Umdenken und das Finden alternativer Angebote gefragt: Im tiergestützten Ansatz „Schulhund“ können soziale und personale Lernprozesse angebahnt und deutlich begünstigt gefördert werden.

Projektziele

  • Verbesserung des Lern- und Klassenklimas
  • Sozialer Stress- und Aggressionsabbau
  • Hund als Kommunikationsglied (z.B. bei traumatisierten Schülern)
  • Motivation, Lernfreude, Schulzufriedenheit
  • Förderung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls
  • Steigerung der Konzentration und Ausdauer
  • Übernehmen von Verantwortung für sich und andere lernen

Unser Schulhund Loki

Loki ist ein 7jähriger Australian Shepherd und der Hund unserer Kollegin Frau Piotrowski. Seit dem Jahr 2019 begleitet Loki an einem festgelegten Schulhundtag unsere Schüler im Unterricht und unterstützt sehr förderlich die pädagogische Arbeit in einzelnen Klassen. Loki ist ein verspielter, ausgeglichener, anpassungsfähiger und kinderfreundlicher Vierbeiner, der jede Woche gespannt und freudig erwartet wird.

Rechtliche Grundlagen

 

  • VV „Unfallverhütung und Sicherheit in Schulen“ vom 25.01.2018
  • Empfehlungen der KMK „Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht“ vom 26.02.2016 – Seite 61

„Der Umgang mit Tieren in der Schule ist grundsätzlich erlaubt. Das artgerechte Verhaltensbedürfnis der Tiere darf nicht eingeschränkt werden. Unsachgemäße Behandlung oder Haltung fördern die Aggressivität und erhöhen so die Sicherheitsrisiken. Bei der Demonstra-tion von Körperbau und Verhaltensweisen dürfen keine mit Schmerzen verbundene Handlungen vorgenommen werden.“
In Anlehnung an das Tierschutzgesetz

Rahmenbedingungen

Alle Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer) werden in geeigneter Form informiert (Dienstberatung, Elternbrief, Unterrichtsgespräch), das Einverständnis ist schriftlich zu erklären.

Der „Schulhundtag“-Tag ist im Wochenplan festgelegt. Das Projekt „Schulhund“ ist ein unterstützendes Angebot im Ganzheitlichen Unterricht. Vor dem ersten Besuch setzen sich die Schüler mit dem Projekt-thema in adäquater Form auseinander. Verhaltensregeln werden festgelegt und visualisiert.

Die Arbeit mit dem Hund ist an die Kollegin Frau Piotrowski gebunden, die ausschließlich mit dem Tier als Team agiert. Durch die enge Bindung zwischen Pädagogin und Tier sowie die qualifizierte Wesenstestung des Hundes können gefährliche Situationen vermieden werden.

Weitere Voraussetzung für den Schulhundeinsatz ist die regelmäßige tierärztliche Untersuchung: Entwurmung, Impfung, Parasitenprophylaxe. Die Dokumentation zum Gesundheitsplan des Hundes und in Schule erforderliche Hygieneanforderungen können im Sekretariat eingesehen werden.